Presse Feuerwerk zum Frühlingsmarkt (Barnstorfer Frühlingserwachen 12.04.-14.04.2019)

PauleDH

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Organisation in Händen der Schausteller
Feuerwerk zum Frühlingsmarkt
Aktualisiert: 11.02.19 19:20

Der Trubel rund ums Barnstorfer Rathaus soll ein neues Gesicht bekommen. Von der Neuorganisation des Frühlingsmarktes erhoffen sich die Veranstalter zusätzliche Angebote für die ganze Familie.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die Barnstorfer Fördergemeinschaft will ihr Engagement bei den Vergnügungsmärkten weiter zurückschrauben. Der traditionelle Krammarkt ist vor drei Jahren bereits abgeschafft worden. Nun geht es um die Volksfeste in der Frühlings- und Weihnachtszeit. Sie sollen auf jeden Fall erhalten bleiben, aber von fremder Hand organisiert werden und somit ein verändertes Gesicht bekommen.

Die Organisation der Märkte sei zeit- und arbeitsintensiv, erklärte kommissarischer Vorsitzender Ralf Meyer bei der Jahreshauptversammlung. Er und seine Vorstandskollegen hatten in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass ihnen die Unterstützung fehlt. Im Zuge der Neuausrichtung des Vereins sollen nun, wie schon berichtet, alte Zöpfe abgeschnitten werden.

Was das „Barnstorfer Frühlingserwachen“ betrifft, hat die Fördergemeinschaft bereits Fakten geschaffen: Der Vertrag mit Albert Dormeier ist in trockenen Tüchern. Der erfahrene Schausteller aus Bassum, der bereits seit vielen Jahren in Barnstorf präsent ist, soll die Federführung beim Vergnügungsmarkt übernehmen. Die Veranstalter erhoffen sich davon eine Verbesserung des Angebotes, also deutlich mehr Aus- und Schausteller, die sich auf dem Marktplatz rund ums Rathaus präsentieren.
Dormeier habe bei der Organisation des Volksfestes vom 12. bis 14. April 2019 relativ freie Hand, so Beiratsmitglied Rouven Barmbold. Neben zusätzlichen Fahrgeschäften und Buden sei ein Rahmenprogramm geplant, unter anderem mit Feuerwerk am Samstagabend und Familienangeboten am Sonntag. Der Straßenflohmarkt und der verkaufsoffene Sonntag blieben auf jeden Fall erhalten.

„Ich hoffe, dass wir dort zwei oder drei Schritte nach vorne kommen“, sagte Meyer, der sich neben der Einsparung von eigenen Ressourcen einen positiven Effekt auf das Marktgeschehen erhofft, wenn sich die Schausteller selbst organisieren. Die Kombination des Frühlingsmarktes mit den Gartentagen ist für den Vorsitzenden weiter eine Erfolgsgeschichte. Das „Barnstorfer Frühlingserwachen“ sei mit Abstand die positivste Veranstaltung der Fördergemeinschaft.
Bei der „Barnstorfer Weihnacht“ sahen sich die Macher in den vergangenen Jahren ebenfalls auf einem guten Weg. Doch die kurzfristige Absage von Festwirtin Tanja von Döllen brachte die Fördergemeinschaft in Schwierigkeiten, sodass der Trubel zum Auftakt der Adventszeit 2018 komplett abgesagt wurde. „Wie waren alle sehr enttäuscht und ein Stück weit überfordert“, räumte Barmbold ein.
Sicherlich hätte man den Weihnachtsmarkt auch trotz der Absage veranstalten können, aber dann hätte er einen anderen Charakter gehabt und möglicherweise zu enttäuschten Besuchern geführt, so Barmbold weiter. Der Vorstand wolle nun frühzeitig einen Informationsabend einberufen, um mit Vereinen, Gastronomen und weiteren Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es auch hier, die Federführung in neue Hände zu legen. Dabei könnte sich auch die Standortfrage stellen.
Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstand mit den Kartoffeltagen, die mit verkaufsoffenem Sonntag und buntem Rahmenprogramm einhergingen. „Das war eine runde Angelegenheit“, freute sich Mitorganisator Günther Klemm über die steigenden Besucherzahlen. Hinter der nächsten Auflage am 7. und 8. September 2019 scheint allerdings noch ein dickes Fragezeichen zu stehen. „Das Ganze steht und fällt mit der Suche nach einem neuen Festwirt“, so Klemm.
Ein positives Fazit zog der Vorstand auch für die Weihnachtstaler-Aktion, die erneut mit Gewinnen im Gesamtwert von mehr als 5 000 Euro die Kundschaft anlockte. Sie erfreue sich weiterhin sehr großer Beliebtheit, so Meyer. Die Rücklaufqoute der Teilnahmecoupons sei mit rund 75 Prozent sehr hoch. Ein Dankeschön galt allen Mitgliedsbetrieben, die an der Gemeinschaftsaktion mitwirkten.
Ebenfalls zufrieden zeigte sich der kommissarische Vorsitzende mit dem Verlauf des „Preissilvesters“, auch wenn sich nur sechs Geschäfte an dem verkaufsoffenen Sonntag zwischen Weihnachten und Silvester beteiligt hätten. „Für uns war es eine gute Geschichte“, so der Mitinhaber des Barnstorfer Sport- und Modehauses. Er war von dem Ansturm der Kundschaft überrascht und sprach sich für eine Wiederholung am 29. Dezember 2019 aus. Für den Geschäftsmann sind solche Aktivitäten auch eine Möglichkeit, dem Online-Handel Paroli zu bieten: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen!“
 
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